kemai goes Europe Episode 5: Das Allgäu, Deutschland + El Arenal, Mallorca, Spanien

July 15th, 2015

Nachdem ich etwas im Rückstand mit den Berichten aus dem Reisejahr 2014 bin *hüstel*, geht es nun heute tatsächlich weiter. Es ist irgendwie so gekommen, dass das Reisejahr Ende 2014 einfach nicht geendet hat, und ich seitdem ein Reiseleben führe. Nie weit, nie lange, aber immer unterwegs. Mit einer Home Base. Es fühlt sich gut und richtig an.

Nun aber zur Episode 5/14. Nach einem kleinen Ausflug durchs Allgäu zu Mamas Geburtstag ging es nach Arenal zum fast schon regelmäßigen Betriebsausflug mit dem Malle Dreamteam. Hier ein paar Eindrücke von beidem:

Das Allgäu-Abenteuer. Nass, kalt und feucht(fröhlich).

Los geht es in Landsberg am Lech, noch scheint die Sonne und ich hole Mama vom Bahnhof ab, weil ich direkt aus München komme und sie von zu Hause. Wir schlendern durch den Ort und fahren dann gemütlich weiter Richtung Königschlösser. Auf dem Weg dorthin fahren wir die Wieskirche an, aber die Wolken werden dunkler. Auf dem Parkplatz steige ich trotz des heftigen Regens aus, und genau in diesem Augenblick blitzt und donnert es gleichzeitig und ich hechte zurück in den Wagen. Gott ist noch nicht bereit für uns, so scheint es. Wir schauen dem Regen zu, Mama fängt an sich zu schminken. Als der Regen nachlässt, besichtigen wir die Kirche, die ich noch nicht kannte. Nett. Dann geht es ins Schwangau und wir sehen Neuschwanstein aus dem Nebel auftauchen, am nächsten Tag besichtigen wir es, dank des Wetters ist kaum einer hier. Nach dem kulturellen Teil geht es weiter zu Bauer E. in die Höll, aber vorher stärken wir uns noch in der Badwirtschaft Malleichen. Heute ist Mamas Geburtstag, und Schafe begleiten unseren Weg für die letzten 1,5 km, wo Bauer E. und der smarte Nachbar sowie einige liebe Menschen, im Kubastüble warten. Am nächsten Tag dann fahren wir zu fünft ins Trigema Outlet. Niemand findet was passendes, nur Mama. Sie schlüpft in eine Hose und ruft verzückt: “Passt!”. Alle Frauen im Raum drehen sich verärgert weg. Dann findet Mama auch noch Wanderschuhe, die hübsch, aber zu klein sind. Sie kauft sie trotzdem, weil sie von der Anwesenheit von Herrn Trigema, der mit seinem Porsche vorgefahren ist, ein bißchen verwirrt ist. Bis zum heutigen Tag sind die Schuhe zu klein und nach Wanderungen jammert sie ein kleines bißchen. Hier das Ganze noch in Bildern (vergrößern mit Klick aufs Bild).

Malle, ich komm bald wieder. Und wieder.

Das Malle Dream Team unterwegs. Man kann eigentlich immer nach “Malle-ist-nur-einmal-Jahr” fahren. Immer schön dort. Sonne, Party, fröhliche Menschen und Freibier. Ideal für ein paar Tage ausklinken. Ich hatte eine tolle Zeit, habe den Malefiz, eine wunderschöne Katze kennengelernt, mir beim Minigolf die Schulter verbrannt und das Ende wurde dann ein bißchen verschwommen, als ich auf der Mauer zum Strand vorm Megapark saß und den im Sand schlafenden Mann beneidete. Ich schaffte es dann gerade noch auf die Toilette in der Hotellobby, wo mich die anderen dann fanden. Zum ersten Mal rettete mich McDonalds(!) am Flughafen (!), indem er mich mit zwei fettigen Cheeseburgern ins Leben zurückholte.

Genug gesagt, lassen wir die Bilder sprechen (auch hier vergrößert der Klick die Bilder):

Roadtrip durch Thüringen

May 28th, 2015

Mit dem Caddy kemaimobil durch die Mitte Deutschlands: dies bedeutete durch eine wirklich schöne Landschaft zu cruisen. Auf dem Weg nach Gera, wo ich zu einem Polterabend eingeladen war, ging es durch das obere Saaletaal und zuvor nach Arnstadt, die älteste Stadt der ehemaligen DDR.

Ich fuhr durch endlose Rapsfelder, Dörfer mit 7 Häusern, über Kopfsteinpflaster, durch prachtvolle Landstraßen-Alleen und querte die Saale auf einer 3-Auto-Fähre. Teilweise stehen in dieser Gegend noch Gebäude, die einen um 50 Jahre zurückversetzen, teilweise sind die alten Häuser liebevoll restauriert.

AlleeTextilkaufhausHausfront in Gera
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Es ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle und Eindrücke, von “Oha” bis “Wunderschön” war alles dabei. Zeitweise habe ich alle 500 m angehalten, auch die ein oder andere Vollbremsung war dabei – zum Glück ist auf den meisten Straßen nicht viel los.

From where I standKlosterruine PaulinzellaCamper Abend-Gedeck
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Offroad gibt es dort einiges zu entdecken, ein paar Stunden wandere ich an der Saale entlang, oder besser gesagt, auf und ab, um von ganz unten nach ganz oben zu gelangen und mit einem tollen Ausblick belohnt zu werden.

Saale-Blick

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Für das leibliche Wohl sorgen die Imbissbuden und Klausen, die es überall reichlich gibt, betrieben von freundlichen Menschen. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass die Menschen generell sehr offen sind, und hatte einige nette Begegnungen, die zwar meistens nur kurz waren, aber ein gutes Gefühl hinterließen. Wenn das Wetter mitgespielt hätte, wären der Caddy und ich noch eine Nacht geblieben, aber dann trat ich nach einem echten Camper-Abendessen doch den Heimweg an.

Go Caddy: Erste Morgenspazierfahrt 2015

January 16th, 2015

Letzte Woche, am 6.1., ging es zum ersten Mal in 2015 mit dem Caddy los Richtung Sonnenaufgang. Das Ergebnis war nicht ganz so, wie ich mir das erhofft hatte, weil ich nicht _den_ Spot fand (das wird vermutlich die größte Herausforderung, tatsächlich die schönen Orte zu finden), aber das Gefühl, wenn die Sonne aufgeht, ist trotzdem jedes Mal einzigartig.

Walk your Heimat: Stuttgarter Weinwanderweg

December 10th, 2014

Wenn man im Herbst in Stuttgart ist, und es beginnt einer dieser schönen Herbsttage, wie es in den letzten drei Jahren so viele gab, hält es einen nicht zu Hause. Nach einem Blick aus dem Fenster lässt man am besten alles stehen und liegen und geht raus in die Natur, Möglichkeiten dazu gibt es viele und vielfältige. An diesem sonnigen Tag Anfang November nahm ich mir den Stuttgarter Weinwanderweg vor, der in Untertürkheim am Bahnhof startet, von dort als Rundwanderweg über Uhlbach nach Rotenberg und wieder zurück führt.

Los geht es durch den Ort, der eine schöne Innenstadt hat, hoch zur Kirche und daran vorbei. Auf dem Weg kommt man an ein paar schönen Gärten vorbei.

Herbstblumen

Herbstblumen

Kurz danach ist man nach einem steilen Abschnitt schon so weit oben, dass man mitten in den Weinreben steht, der Blick geht über Weinhänge und zurück zum Ort Untertürkheim.

Weiter geht es auf dem schönen Weg, in und durch den Ort Uhlbach, wo ich der ersten Verlockung, Wein zu probieren, erfolgreich standhalte.

Die Sonne scheint von einem tiefblauen Himmel und hat noch genug Kraft, einen ins Schwitzen zu bringen, da kommen hinter Uhlbach die Sitzgelegenheiten für eine kurze Rast am “Großen Stein” gerade recht. Viele Leute sind unterwegs, um diesen Herbsttag zu genießen, und es dauert eine Weile, bis dieses Foto entstehen kann:

Weggabelung am Großen Stein

Weggabelung am Großen Stein

Es geht nun leicht bergauf immer mit einem schönen Blick auf die Württembergische Grabkapelle, die oben auf einem Hügel über dem Ort Rotenberg thront. Die Weinhänge glänzen in den unterschiedlichsten Farben, am Himmel ziehen Greifvögel ihre Bahnen.

Auch ein Blick zurück lohnt und zeigt den Ort Uhlbach und das Neckartal:

Rückblick auf Uhlbach

Rückblick auf Uhlbach

Die Grabkapelle im Gegenlicht:

Württembergische Grabkapelle

Württembergische Grabkapelle

Nachdem man Rotenberg durchquert hat (froh zu Fuß unterwegs zu sein und sich nicht Stoßstange an Stoßstange mit den anderen Autos durch die Straßen quälen zu müssen), geht es auf der anderen Seite ein Stück bergab. Man hat nun den Kappelberg vor sich.

Blick zum Kappelberg

Blick zum Kappelberg

Nun kommt man zur Weingenossenschaft Collegium Wirttemberg, und nun ist mein ohnehin nicht sehr starker Widerstand gebrochen: ich betrete den Verkaufsraum und probiere ein paar Weine, und, was keine Überraschung ist, finde ich schnell einen, der hervorragend schmeckt und kaufe eine Flasche.

Guter Wein

Guter Wein

Der Weg geht weiter durch Weinberge und an Schrebergärten entlang, er ist auch sehr gut auschildert.

Stuttgarter Weinwanderweg

Stuttgarter Weinwanderweg

Schrebergarten

Schrebergarten

Fallobst

Fallobst

Dann geht die Sonne doch recht zügig unter, und was sehr faszinierend ist: sie tut das direkt hinter dem Stuttgarter Fernsehturm, ein sehr beeindruckendes Schauspiel.

Sonnenuntergang hinterm Turm

Sonnenuntergang hinterm Turm

Abend

Abend

Nach einem zügigen Marsch immer geradeaus mit Blick auf das Neckartal gelangt man dann wieder nach Untertürkheim. Wer unterwegs einkehren möchte, hat auf diesem Weg die Qual der Wahl, es gibt einige Besenwirtschaften direkt in den Weinbergen, oder auch nette Wirschaften in den Orten entlang der Strecke. Ein richtig schöner Genussweg!

Infos zum Stuttgarter Weinwanderweg beim VVS Freizeitportal “Orange Seiten”

kemai goes Europe Episode 4: Prag, Tschechien

October 29th, 2014

Im April ging es zu Karel Gott nach Prag. Der “Gott” wohnt dort auf einem der Hügel, wie wir erfahren durften, und wird auch als solcher verehrt. Bei diesem Trip begleitete mich Mama, die auch noch nie vorher da gewesen war. Der Seniorenbus, mit dem wir unterwegs waren, hielt auf der Hinfahrt erst mal in Pilsen in der Brauerei, was ein schöner Start war. Die Außenbereiche der Stadt sehen allerdings verheerend aus.

Pilsener Schornsteine

Pilsener Schornsteine

Nach der Stärkung ging es weiter nach Prag, wo aber dann nicht mehr viel passierte, außer dass wir die Gegend ums Hotel erkundeten, und ich noch einen Abstecher ans Wasser machte, um die Karlsbrücke schon mal aus der Ferne zu betrachten und ein bißchen mit der Kamera zu spielen.

Experiment

Experiment

Doppelbelichtung

Doppelbelichtung

Karluv Most

Karluv Most

Finde den Weg

Finde den Weg

Am nächsten Tag ging es früh los mit einer Stadtrundfahrt, danach dann weiter zu Fuß mit unserer Stadtführerin, die wusste wie man überforderten Bus-Touristen die Kohle aus der Tasche zieht, indem sie uns zu einem eigenen Fantasie-Wechselkurs Geld wechselte. Auch in der Stadt führte sie uns zielstrebig in die gängigen Touristenfallen, zum Glück hatten wir uns vorher schon etwas informiert, deshalb verabschiedeten wir uns relativ früh von der Gruppe und gingen mit dem Marco Polo in der Tasche selber auf Entdeckungstour.

Nachdem ich von der völlig überfüllten Karlsbrücke extrem genervt war, beschloss ich am nächsten Morgen, es war der Ostersonntag, zum Sonnenaufgang dort hin zu gehen, was sich extrem gelohnt hat. Es waren nur ein paar Menschen (und ein paar Fotografen) unterwegs, die Leute hatte fast alle einen Korb dabei und waren auf dem Weg in den Park, wie ich später erfuhr, ist das eine Prager Ostersonntags-Tradition. Hier ein paar Eindrücke von dem Morgen:

Blickwinkel

Blickwinkel

Schattenspiel

Schattenspiel

Karluv Most

Karluv Most

Auf dem Weg in den Park

Auf dem Weg in den Park

Am Morgen

Am Morgen

Am Morgen

Am Morgen

Danach ging ich zurück ins Hotel zum Frühstück, und erfüllt von diesem Morgen konnte ich dann auch eine weitere Runde mit unserer Horror-Stadtführerin ertragen, die uns die Prager Burg zeigte, und sich dann glücklicherweise bald wieder verabschiedete. So gingen wir nett Kaffee trinken und essen, das dunkle tschechische Bier “Kozel” schmeckte großartig, eine absolute Empfehlung für jeden Pragreisenden.

Bergblick

Bergblick

Den letzten Abend verbrachten wir bei einem tschechischen Folklore-Abend, was recht nett war, und auf der Heimreise ging es dann noch nach Marienbad, was uns aber dank des Busfahrers, der uns komplett in die falsche Richtung schickte, in nicht besonders guter Erinnerung blieb…

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