Walk your Heimat: Stuttgarter Weinwanderweg

December 10th, 2014

Wenn man im Herbst in Stuttgart ist, und es beginnt einer dieser schönen Herbsttage, wie es in den letzten drei Jahren so viele gab, hält es einen nicht zu Hause. Nach einem Blick aus dem Fenster lässt man am besten alles stehen und liegen und geht raus in die Natur, Möglichkeiten dazu gibt es viele und vielfältige. An diesem sonnigen Tag Anfang November nahm ich mir den Stuttgarter Weinwanderweg vor, der in Untertürkheim am Bahnhof startet, von dort als Rundwanderweg über Uhlbach nach Rotenberg und wieder zurück führt.

Los geht es durch den Ort, der eine schöne Innenstadt hat, hoch zur Kirche und daran vorbei. Auf dem Weg kommt man an ein paar schönen Gärten vorbei.

Herbstblumen

Herbstblumen

Kurz danach ist man nach einem steilen Abschnitt schon so weit oben, dass man mitten in den Weinreben steht, der Blick geht über Weinhänge und zurück zum Ort Untertürkheim.

Weiter geht es auf dem schönen Weg, in und durch den Ort Uhlbach, wo ich der ersten Verlockung, Wein zu probieren, erfolgreich standhalte.

Die Sonne scheint von einem tiefblauen Himmel und hat noch genug Kraft, einen ins Schwitzen zu bringen, da kommen hinter Uhlbach die Sitzgelegenheiten für eine kurze Rast am “Großen Stein” gerade recht. Viele Leute sind unterwegs, um diesen Herbsttag zu genießen, und es dauert eine Weile, bis dieses Foto entstehen kann:

Weggabelung am Großen Stein

Weggabelung am Großen Stein

Es geht nun leicht bergauf immer mit einem schönen Blick auf die Württembergische Grabkapelle, die oben auf einem Hügel über dem Ort Rotenberg thront. Die Weinhänge glänzen in den unterschiedlichsten Farben, am Himmel ziehen Greifvögel ihre Bahnen.

Auch ein Blick zurück lohnt und zeigt den Ort Uhlbach und das Neckartal:

Rückblick auf Uhlbach

Rückblick auf Uhlbach

Die Grabkapelle im Gegenlicht:

Württembergische Grabkapelle

Württembergische Grabkapelle

Nachdem man Rotenberg durchquert hat (froh zu Fuß unterwegs zu sein und sich nicht Stoßstange an Stoßstange mit den anderen Autos durch die Straßen quälen zu müssen), geht es auf der anderen Seite ein Stück bergab. Man hat nun den Kappelberg vor sich.

Blick zum Kappelberg

Blick zum Kappelberg

Nun kommt man zur Weingenossenschaft Collegium Wirttemberg, und nun ist mein ohnehin nicht sehr starker Widerstand gebrochen: ich betrete den Verkaufsraum und probiere ein paar Weine, und, was keine Überraschung ist, finde ich schnell einen, der hervorragend schmeckt und kaufe eine Flasche.

Guter Wein

Guter Wein

Der Weg geht weiter durch Weinberge und an Schrebergärten entlang, er ist auch sehr gut auschildert.

Stuttgarter Weinwanderweg

Stuttgarter Weinwanderweg

Schrebergarten

Schrebergarten

Fallobst

Fallobst

Dann geht die Sonne doch recht zügig unter, und was sehr faszinierend ist: sie tut das direkt hinter dem Stuttgarter Fernsehturm, ein sehr beeindruckendes Schauspiel.

Sonnenuntergang hinterm Turm

Sonnenuntergang hinterm Turm

Abend

Abend

Nach einem zügigen Marsch immer geradeaus mit Blick auf das Neckartal gelangt man dann wieder nach Untertürkheim. Wer unterwegs einkehren möchte, hat auf diesem Weg die Qual der Wahl, es gibt einige Besenwirtschaften direkt in den Weinbergen, oder auch nette Wirschaften in den Orten entlang der Strecke. Ein richtig schöner Genussweg!

Infos zum Stuttgarter Weinwanderweg beim VVS Freizeitportal “Orange Seiten”

kemai goes Europe Episode 4: Prag, Tschechien

October 29th, 2014

Im April ging es zu Karel Gott nach Prag. Der “Gott” wohnt dort auf einem der Hügel, wie wir erfahren durften, und wird auch als solcher verehrt. Bei diesem Trip begleitete mich Mama, die auch noch nie vorher da gewesen war. Der Seniorenbus, mit dem wir unterwegs waren, hielt auf der Hinfahrt erst mal in Pilsen in der Brauerei, was ein schöner Start war. Die Außenbereiche der Stadt sehen allerdings verheerend aus.

Pilsener Schornsteine

Pilsener Schornsteine

Nach der Stärkung ging es weiter nach Prag, wo aber dann nicht mehr viel passierte, außer dass wir die Gegend ums Hotel erkundeten, und ich noch einen Abstecher ans Wasser machte, um die Karlsbrücke schon mal aus der Ferne zu betrachten und ein bißchen mit der Kamera zu spielen.

Experiment

Experiment

Doppelbelichtung

Doppelbelichtung

Karluv Most

Karluv Most

Finde den Weg

Finde den Weg

Am nächsten Tag ging es früh los mit einer Stadtrundfahrt, danach dann weiter zu Fuß mit unserer Stadtführerin, die wusste wie man überforderten Bus-Touristen die Kohle aus der Tasche zieht, indem sie uns zu einem eigenen Fantasie-Wechselkurs Geld wechselte. Auch in der Stadt führte sie uns zielstrebig in die gängigen Touristenfallen, zum Glück hatten wir uns vorher schon etwas informiert, deshalb verabschiedeten wir uns relativ früh von der Gruppe und gingen mit dem Marco Polo in der Tasche selber auf Entdeckungstour.

Nachdem ich von der völlig überfüllten Karlsbrücke extrem genervt war, beschloss ich am nächsten Morgen, es war der Ostersonntag, zum Sonnenaufgang dort hin zu gehen, was sich extrem gelohnt hat. Es waren nur ein paar Menschen (und ein paar Fotografen) unterwegs, die Leute hatte fast alle einen Korb dabei und waren auf dem Weg in den Park, wie ich später erfuhr, ist das eine Prager Ostersonntags-Tradition. Hier ein paar Eindrücke von dem Morgen:

Blickwinkel

Blickwinkel

Schattenspiel

Schattenspiel

Karluv Most

Karluv Most

Auf dem Weg in den Park

Auf dem Weg in den Park

Am Morgen

Am Morgen

Am Morgen

Am Morgen

Danach ging ich zurück ins Hotel zum Frühstück, und erfüllt von diesem Morgen konnte ich dann auch eine weitere Runde mit unserer Horror-Stadtführerin ertragen, die uns die Prager Burg zeigte, und sich dann glücklicherweise bald wieder verabschiedete. So gingen wir nett Kaffee trinken und essen, das dunkle tschechische Bier “Kozel” schmeckte großartig, eine absolute Empfehlung für jeden Pragreisenden.

Bergblick

Bergblick

Den letzten Abend verbrachten wir bei einem tschechischen Folklore-Abend, was recht nett war, und auf der Heimreise ging es dann noch nach Marienbad, was uns aber dank des Busfahrers, der uns komplett in die falsche Richtung schickte, in nicht besonders guter Erinnerung blieb…

Knallkopp-Katholiken und Verstands-Exorzisten

May 12th, 2014

Von Oliver Kalkofe.

“Oft denke ich:
ach komm, mach dich nicht immer so über die Kirche lustig,
die meinen es doch eigentlich nur gut…
und diese ganz schlimm hirnverklemmten erzkonservativen Knallkopp-Katholiken und Verstands-Exorzisten,
die sich in ihrer dummbräsigen Engstirnigkeit für Gottes Lieblingstier im Streichelzoo der Scheinheiligkeit halten,
gibt es doch gar nicht mehr…
und dann findet man solche Seiten und solche Texte.
Erst betete ich kurz darum, dass es sich um Satire handeln möge…
aber der liebe Gott schüttelte nur traurig den Kopf und schaltete weinend den Computer aus.”

Hier der Artikel um den es geht:
http://www.katholisches.info/2014/05/06/verschwulte-zumpferl-romantik-conchita-wurst-und-der-orf-entbloeden-oesterreich-beim-eurovisions-songcontest/

Traurig.

kemai goes Europe Episode 3: Paris, Frankreich

April 27th, 2014

Nachdem ich im Februar kurz in Berlin war, habe ich es Ende des Monats noch nach Paris geschafft. Paris – Stadt der Liebe. Es zog mich nie dort hin, und auch niemanden den ich liebte… zu sehr schreckten die Geschichten von unfreundlichen, nicht-englisch-sprechenden Franzosen ab. Doch letztens fand ich beim Aufräumen einen Paris-Reiseführer, den mir meine Mutter zum 30. Geburtstag geschenkt hatte, gepaart mit der Hoffnung ich würde bald dort hin reisen. Nun hat es 8 Jahre gedauert und ich war bereit, mich der Herausforderung zu stellen. Ohne großartige Französisch-Kenntisse, aber mit einem Lächeln auf den Lippen, denn das versteht man ja in allen Sprachen.
Schon als ich aus der Metro auftauchte, hatte ich ein gutes Gefühl. Die Stadt empfing mich im Dunkeln, über mir das rot leuchtende Metroschild, und das Flair der Stadt ging mir sofort durch und durch.

Metro Station

Metro Station

Ich fand mein Hotel relativ schnell und mochte auch mein Zimmer sofort. Am offenen Fenster stand ich eine Weile und genoss den Puls der Stadt.

Zimmer

Zimmer

Lichter der Stadt

Lichter der Stadt

Per Bus verschaffte ich mir einen Überblick am nächsten Tag, besuchte den Eiffelturm und ging dann doch noch einiges zu Fuß. Am Tag drauf fuhr ich mit der Metro kreuz und quer durch die Stadt, ging durch enge Gassen und über weite Boulevards, fuhr Aufzüge in luftige Höhen und beendete den Tag wieder beim Eiffelturm, den ein prächtige Sonnenuntergang in Szene setzte.
Die Fahrt mit dem TGV war auch toll, bis auf die Minute pünktlich und sehr bequem.
Alles in allem ein klasse Kurztrip.

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Babyfotos bei kemai shots

April 4th, 2014

Sweet little Laura…
Laura

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